Ökumenische Andacht

Am Dienstag, 5. November, fand erstmalig eine ökumenische Andacht in unserer Neumünsteraner Kirche  statt.

An dieser Andacht beteiligten sich die Katholischen Gemeinde St. Maria-St. Vicelin (Pfarrer Peter Wohs), die evangelische Kirche (Propst Stefan Block), die evangelische Gemeinde Anschar (Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann), die freikirchlichen Gemeinden wie die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) (Herr Dr. Reinhard Scheerer), Adventisten (Pastor Michael Brunotte), Baptisten (Diakon Henning Worreschk und wir (Apostel Uli Falk).

Unser Vorsteher, Hirte Jürgen Jegminat, führte als Moderator durch die Veranstaltung, die mit Gebet durch Apostel Uli Falk begonnen wurde.

Nach einem Liedvortrag des Gemeindechores hielt Pfarrer Peter Wohs von der Katholischen Gemeinde St. Maria-St. Vicelin eine Andacht, in der es um Begegnung von Maria und Elisabeth ging. Hier konnten die Teilnehmer an den gebräuchlichen Gebetsformen, wie Lobpreis, Lobgesang, Wechselgebeten und Schlussgebet teilnehmen. Für viele, die bisher keinen Gottesdienst oder eine Andacht in einer katholischen Kirche erlebt haben, war dies eine besondere Erfahrung.

Die Pfarrei »Seliger Eduard Müller«, zu der die Gemeinde St. Maria-St. Vicelin gehört, umfasst neun Kirchen, eine Kapelle und zahlreiche Orte kirchlichen Lebens – darunter: zwei Familienzentren mit Kindertagesstätten und ein Haus der sozialen Dienste (Caritas). Zum Gebiet gehören neben den Städten Kaltenkirchen, Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Wahlstedt, Nortorf, Trappenkamp und Neumünster weitere 133 Dörfer inklusive Bordesholm und Flintbek.

Nach einem weiteren Chorvortrag stellten die Vertreter der verschiedenen Gemeinden sich und ihre Gemeinden vor. Sie sollten auch ein Mitbringsel dabei haben, zu dem es eine besondere Geschichte zu berichten gab. So kamen folgende Gegenstände zusammen: Marienstatue (Pfarrer Peter Wohs), Tageszeitung und Bibel (Propst Stefan Block), eine Wasserwaage (Pastorin Angelika Döge-Baden-Rühlmann), ein Teelicht (Dr. Reinhard Scheerer), einen Kerzenständer mit Kreuz und Reisebibel (Pastor Michael Brunotte), ein Plakat vom Bezirkstag (Hirte Jürgen Jegminat) und ein Baustellenschild (Diakon Henning Worreschk). Auf die Wiedergabe der einzelnen Vorstellungen wird verzichtet, da dies zu umfangreich werden würde.

Zwischen dem Choralvorspiel „Liebster Jesu, wir sind hier“ und dem Lied „Mehr lieben möchte ich dich“, vom Instrumentalensemble aus Querflöte und Orgel vorgetragen, stellten Pastorin Döge-Baden-Rühlmann (evangelische Kirche), Hirte Madle (Neuapostolische Kirche) und Frau Mehring (katholische Kirche) die Aktivitäten in der KlÖN dar. KlÖN = Kleine Ökumene Neumünster

Es folgte eine weitere Andacht von Propst Stefan Block, der den evangelischen Kirchenkreis Altholstein Propstei Mitte leitet. Der Kirchenkreis umfasst 53 Kirchengemeinden - vom Hamburger Nordrand über Neumünster bis in die Landeshauptstadt Kiel.

Er bezog sich auf die Geschichte mit dem Fuchs aus „Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry, um eine Parallele zu ziehen, was für die Annäherung in der Ökumene erforderlich ist. In dieser Geschichte unterhält sich der kleine Prinz mit einem Fuchs, nachdem der kleine Prinz auf der Erde angekommen ist und die Wüste in Afrika durchquert hat. Im Verlaufe dieser Unterhaltung erklärt íhm der Fuchs das Geheimnis einer einmaligen Bindung zwischen zwei Wesen: „Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“ und: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Dann verrät er dem Prinzen sein Geheimnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Nach Chorlied, Schlusswort und Gebet durch Apostel Falk sang die Gemeinde das gemeinsame Lied " Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen".

Eine segensreiche Veranstaltung, die viele Gemeinsamkeiten und auch die Vielfalt aufzeigte, ging mit einem intensiven Gedanken- und Erfahrungsaustausch bei Brezeln, Laugenstangen, Fruchtsaft, Wasser und Wein zu Ende.